Beschreibung
Die Planungen zum neuen Stadtarchiv stehen kurz vor dem Abschluss – und mit ihnen auch jene zur Nutzung des Innenhofes des ehemaligen Bezirksgefängnisses. Damit entsteht im Zentrum von Brixen ein vielseitiger Kulturort.
„Das gesamte Areal wird ein spannendes Kulturensemble: Die Stadtbibliothek, der dazugehörige Garten, die Räumlichkeiten des neuen Archivs und der Innenhof des ehemaligen Bezirksgefängnisses bilden einen gemeinsamen Kulturort. Das schafft neue Möglichkeiten und Synergien, die es zu nutzen gilt“, betont Monika Leitner, zuständige Stadträtin für Archiv und Bibliothek.
Bei einem Treffen mit interessierten Kulturvereinen wurde kürzlich der aktuelle Stand der Planungen vorgestellt. Neben Kulturschaffenden nahmen auch die Kulturstadträte Ferdinando Stablum und Bettina Kerer teil, die bereits wertvolle Anregungen in den Planungsprozess eingebracht haben. Die Präsentation erfolgte durch Renato Sette, Leiter der Technischen Dienste, sowie durch das Architekturstudio Carlana, Mezzalira Pentimalli, das bereits für den Entwurf der neuen Stadtbibliothek verantwortlich zeichnet.
Mit der Entscheidung, das Stadtarchiv im Herzen der Stadt anzusiedeln, wurde ein zentraler Schritt gesetzt. Schon heute verwaltet die Gemeinde Brixen ein historisches Archiv, das seit jeher Gemeindedokumente wie Ratsbeschlüsse seit 1532, Protokolle, Urkunden und Bürgerbücher beherbergt. Durch die räumliche Integration in die Bibliothek wird die Einrichtung künftig stärker nach außen wirken, ihre Bestände werden für Interessierte zugänglicher gemacht und das Bewusstsein für die Stadtgeschichte wird künftig stärker gefördert werden. Thematische Vermittlungsangebote sollen zudem ein breiteres Publikum ansprechen.
Besonderes Interesse galt im Rahmen der Präsentation dem Innenhof des ehemaligen Bezirksgefängnisses. Dort entsteht ein flexibel nutzbarer Kulturraum, der Veranstaltungen unterschiedlichster Art ermöglichen soll – vom Theaterformat bis hin zu Konzerten, Lesungen oder Ausstellungen. Die Rückmeldungen der Kulturvereine waren durchwegs positiv, weitere Anregungen wurden aufgenommen und fließen in die nächste Planungsphase ein. Bei einem kommenden Treffen im Februar sollen vor allem praktische Aspekte und Nutzungsmöglichkeiten im Vordergrund stehen.
Mit dem Treffen wurde ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung gesetzt. Besonders die Rückmeldungen und Perspektiven der teilnehmenden Kulturschaffenden spielten dabei eine zentrale Rolle: Ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Vorschläge tragen dazu bei, einen Kulturraum zu schaffen, offen und praxisnah gestaltet ist.