Beschreibung
Einnahmen
Im Jahr 2025 verzeichnete das Kommando der Ortspolizei einen deutlichen Anstieg der Gesamteinnahmen um 37,25 % gegenüber dem Vorjahr. Diese erhöhten sich von 2.478.124,44 € im Jahr 2024 auf 3.401.214,48 € im Jahr 2025. Dieses Ergebnis ist vor dem Hintergrund eines gleichzeitigen Rückgangs der festgestellten Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zu betrachten, die um rund 42 % von 9.637 auf 5.570 zurückgingen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die ausgewiesenen Jahreseinnahmen aufgrund einer Anpassung des Abrechnungssystems nur eingeschränkt mit den ursprünglich veröffentlichten Daten für 2024 vergleichbar sind. Ab dem Jahr 2025 wurden erstmals auch die Einnahmen aus gebührenpflichtigen Parkplätzen in die Gesamtsumme integriert, die zuvor getrennt ausgewiesen wurden. Zur Gewährleistung einer konsistenten Vergleichsbasis wurden daher auch die Daten für 2024 entsprechend angepasst.
Ein wesentlicher Faktor für den Einnahmenanstieg ist die Parkraumbewirtschaftung. Die Einnahmen in diesem Bereich stiegen von 1.358.825,40 € im Jahr 2024 auf 2.659.229,87 € im Jahr 2025. Ausschlaggebend dafür war insbesondere die Übernahme der Bewirtschaftung des mehrstöckigen Parkhauses „PARKHAUS BRIXEN“ ab Februar 2025 mit rund 600 Stellplätzen.
Gebietskontrolle und Verkehrssicherheit
Im operativen Bereich wurde im Jahr 2025 ein Rückgang der verhängten Sanktionen festgestellt. Betroffen sind unter anderem Verstöße wie Parken auf Gehsteigen (-25,8 %), Verkehrsbehinderungen (-86,7 %), Missachtung von Fahrverboten (-89,3 %), Nichteinhaltung der Parkscheibenpflicht (-78,3 %) sowie Parkverstöße (-47,1 %).
Dieser Rückgang ist sowohl auf eine gestiegene Regelkonformität der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer als auch auf die Wirksamkeit gezielter Präventionsmaßnahmen zurückzuführen. Dazu zählen insbesondere eine verstärkte Präsenz im Stadtgebiet, eine klare und verständliche Beschilderung sowie eine kontinuierliche Informationsarbeit gegenüber der Bevölkerung.
Ein zusätzlicher, wenn auch temporärer Faktor war das Verbot der Nutzung von Speedbox-Anlagen sowie von Telelaser-Geräten mit sofortiger Anhaltung, das bis zum Abschluss der entsprechenden Homologationsverfahren durch das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr sowie der Genehmigungen durch das Regierungskommissariat galt.
Die operative Tätigkeit wurde dennoch konsequent fortgeführt und teilweise neu ausgerichtet. Ein Schwerpunkt lag auf der Geschwindigkeitsüberwachung sowie auf baulichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, wie der Installation von Leiteinrichtungen, Verkehrsinseln und Fahrbahnschwellen. Grundlage dafür bildeten insgesamt 44 im Laufe des Jahres durchgeführte Erhebungen zu Verkehrsfluss und Geschwindigkeit.
Unverändert weitergeführt wurden die Streifentätigkeit, die Verkehrsüberwachung sowie alle Maßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 42 Verkehrsunfälle registriert, glücklicherweise ohne tödliche Folgen. Die Anzahl der Führerscheinentzüge stieg von 34 im Jahr 2024 auf 78 im Jahr 2025. Hauptursache hierfür war die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt. Die Anzahl der Führerscheinentzüge aufgrund von Alkoholeinfluss blieb hingegen mit 4 Fällen konstant.
Ein deutlicher Anstieg wurde auch bei den Abschleppungen verzeichnet: Diese erhöhten sich von 15 im Jahr 2024 auf 58 im Jahr 2025. Dies ist auf gezielte Maßnahmen zur Ordnung und Säuberung des Gemeindegebiets zurückzuführen, insbesondere im Zusammenhang mit abgestellten und verlassenen Lastkraftwagen.
Zudem stieg die Anzahl der Sanktionen aufgrund von Verstößen gegen kommunale Vorschriften von 36 auf 193. Der Großteil dieser Übertretungen betrifft die illegale Abfallentsorgung, einem Bereich, in dem die Kontrolltätigkeit gezielt intensiviert wurde.
Die Einsatzzentrale war insgesamt 2.838 Stunden aktiv. Im Jahresverlauf wurden 4.082 eingehende Anrufe bearbeitet, 2.190 Einsätze koordiniert und 5.840 Kontrollen begleitet.
Organisation, Dienste und Innovation
Der statistische Bericht wurde in seiner Struktur weiterentwickelt: Unter den im Innendienst geleisteten Stunden werden nun neben klassischen Tätigkeiten – wie der Bearbeitung von Verkehrsverstößen und Einsprüchen – auch Aufgaben im Bereich der Parkraumbewirtschaftung, der Verwaltung von Konzessionen, der Beschilderung sowie weitere administrative Tätigkeiten erfasst. Diese Anpassung trägt den erweiterten Zuständigkeiten und der zunehmenden organisatorischen Komplexität der Ortspolizei Rechnung. Auch hier wurden die Vergleichsdaten für 2024 entsprechend aktualisiert.
Rückläufig ist hingegen die Anzahl der Genehmigungen für Abweichungen von Parkregelungen sowie für Zufahrten in verkehrsbeschränkte Zonen. Die Jahresgenehmigungen gingen um rund 14 %, die temporären Genehmigungen um etwa 30 % zurück. Diese Entwicklung entspricht der strategischen Zielsetzung, den motorisierten Verkehr im Stadtzentrum zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen.
Ein besonders hervorzuhebendes Ergebnis ist die Ausstattung aller drei Streifenfahrzeuge mit halbautomatischen Defibrillatoren (AED). Das gesamte Außendienstpersonal sowie Teile des Innendienstes wurden entsprechend geschult. Da die Ortspolizei häufig als erste am Einsatzort eintrifft, kann der frühzeitige Einsatz eines AED entscheidend zur Erhöhung der Überlebenschancen beitragen.
Abschließend wurden neue operative Dienstuniformen eingeführt: gut sichtbare gelb-blaue Bekleidung mit reflektierenden Elementen. Diese Maßnahme erhöht sowohl die Sicherheit der Einsatzkräfte als auch die Wahrnehmbarkeit der Ortspolizei im öffentlichen Raum.