Angehörigenversammlung im Haus Ella: Offener Austausch über Betreuung und Finanzierung

Zahlreiche Angehörige nahmen gestern an der Angehörigenversammlung des ÖBPB „Zum Heiligen Geist“ im Haus Ella teil
Veröffentlichungsdatum:

06.08.2026

Im Bild: Im Plenum v.l.n.r. Andreas Jungmann, Rosmarie Pamer, Wolfgang Knollseisen, Christophorus Zöschg, Andreas Leitner.
© Gemeinde Brixen - Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

Beschreibung

Zahlreiche Angehörige nahmen gestern an der Angehörigenversammlung des ÖBPB „Zum Heiligen Geist“ im Haus Ella teil. Im Podium vertreten waren Landeshauptmannstellvertreterin und Landesrätin für Soziales Rosmarie Pamer, der Brixner Bürgermeister Andreas Jungmann, Verwaltungsratspräsident Wolfgang Knollseisen sowie Direktor Christophorus Zöschg.

Präsident Knollseisen und Direktor Zöschg informierten über die Entwicklung des Betriebes. Der ÖBPB „Zum Heiligen Geist“ führt die Seniorenwohnheime Bürgerheim, Hartmannsheim, Haus Eiseck und Haus Ella mit derzeit 210 Heimplätzen. Darüber hinaus umfasst das Angebot mehrere Einrichtungen des begleiteten und betreuten Wohnens mit insgesamt 44 Wohnungen. Aktuell beschäftigt der Betrieb knapp 270 Mitarbeitende und wird von 108 Freiwilligen unterstützt, die im vergangenen Jahr mehr als 9.500 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet haben.

Vorgestellt wurden auch die nächsten Entwicklungsschritte: Im Haus Ella soll ein Wohnbereich für Menschen mit Demenz mit zwölf Plätzen entstehen. Zudem ist gemeinsam mit der Bezirksgemeinschaft die Einführung des Dienstes „Essen auf Rädern“ geplant. Die bereits im Betrieb genommene Seniorenmensa erfreut sich eines regen Zuspruchs und wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen.

Ein Schwerpunkt des Abends war die Finanzierung der Seniorenwohnheime. Landesrätin Rosmarie Pamer erläuterte die Funktionsweise des Finanzierungssystems und ging insbesondere auf die Entwicklung der Heimtarife ein. In der Diskussion wurden mehrere kritische Fragen zum Grundtarif gestellt. Angehörige brachten dabei ihre Sorge zum Ausdruck, dass die finanzielle Belastung insbesondere für Familien des Mittelstandes zunehmend herausfordernd sei.

Landesrätin Pamer wies darauf hin, dass die öffentlichen Beiträge für die Seniorenwohnheime in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht wurden. Die zusätzlichen Landesmittel dienen in erster Linie dazu, einen Großteil der gestiegenen Personal- und Lohnkosten aufzufangen. Die Höhe der Tarife in den Heimen hängt aber schlussendlich auch von der jeweiligen Kostenstruktur und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Seniorenheime ab.

Auch Bürgermeister Andreas Jungmann unterstrich die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Land und Trägern der Seniorenbetreuung. Die Stadt Brixen werde weiterhin ihren Beitrag leisten, um älteren Menschen eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Betreuung zu ermöglichen und die Einrichtungen in ihrer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe zu unterstützen.

Die Politik und die Verantwortlichen des ÖBPB zeigten Verständnis für die Anliegen der Angehörigen. Die Versammlung habe einmal mehr deutlich gemacht, dass das Finanzierungssystem der Seniorenwohnheime komplex sei und ein kontinuierlicher Dialog notwendig bleibe, um Zusammenhänge transparent zu erläutern und Missverständnisse auszuräumen. Die Veranstaltung endete mit einer offenen Fragerunde und einem konstruktiven Austausch zwischen Angehörigen, Politik und Heimbetreiber.

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Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 12.08.2026 15:30

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