Aus der Gemeinderatssitzung vom 28. Mai 2026

Gestern Abend trat der Gemeinderat zu seiner Maisitzung zusammen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Genehmigung der Bilanz und des Geschäftsberichts 2025 der Stadtwerke Brixen AG sowie die Vergabe der Bauarbeiten, der Führung und des Betriebs der neuen Tennisanlage in der Sportzone Milland, Brixen Süd.
Veröffentlichungsdatum:

29.05.2026

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Beschreibung

Anfragen und Beschlussanträge

Zu Beginn der Sitzung wurde das Protokoll der letzten Gemeinderatssitzung genehmigt. Anschließend beantwortete die Stadtregierung zehn Anfragen, davon vier der Süd-Tiroler Freiheit und sechs von Fratelli d’Italia. In der Folge behandelte der Gemeinderat fünf Beschlussanträge der Grünen Bürgerliste, der Süd-Tiroler Freiheit, des Team K und von Fratelli d’Italia.

Ein Beschlussantrag wurde von den Einbringern zurückgezogen, drei weitere fanden keine Mehrheit. Mit 24 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen genehmigte der Gemeinderat hingegen den Antrag der Grünen Bürgerliste zur Überprüfung bestehender Ehrungen, Ehrenbürgerschaften und weiterer Auszeichnungen der Gemeinde. Vor dem Hintergrund aktueller historischer Erkenntnisse sollen diese, auch unter Einbindung des Stadtarchivs sowie des Zentrums für Regionalgeschichte, überprüft werden. Ziel ist es, sicherzustellen, dass öffentliche Anerkennungen den Werten der Demokratie, der Verfassung und der Grundrechte entsprechen.

Bilanz und Geschäftsbericht 2025 der Stadtwerke Brixen AG

Mit 21 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen genehmigte der Gemeinderat die Bilanz 2025 sowie den Geschäftsbericht der Stadtwerke Brixen AG.

In Anwesenheit des Präsidenten Werner Amort, des Vizepräsidenten Stefano Tonon, des Generaldirektors Franz Berretta und des Vizegeneraldirektors Markus Ritsch wurden die wichtigsten Kennzahlen vorgestellt.

Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 5,567 Millionen Euro ab und bestätigt damit seine stabile Entwicklung – trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds.

Die Umsatzerlöse bleiben auf hohem Niveau, während die Gesamtleistung weitgehend stabil ist. Die Rentabilität liegt leicht unter dem Vorjahr, was vor allem auf die Normalisierung nach außergewöhnlichen Effekten im Jahr 2024 zurückzuführen ist. Insgesamt zeigen die Zahlen jedoch eine solide wirtschaftliche Lage.

Positiv hervorzuheben ist die starke Finanzstruktur: Die Investitionen wurden vollständig aus eigenen Mitteln finanziert, ohne neue Schulden aufzunehmen. Gleichzeitig konnten die Verbindlichkeiten reduziert und das Eigenkapital gestärkt werden. Die Liquidität hat sich nach dem außergewöhnlich hohen Niveau im Vorjahr wieder normalisiert.

Im Laufe des Jahres setzte das Unternehmen wichtige strategische Projekte um, darunter die Einführung einer neuen ERP-Plattform sowie Maßnahmen zur Stärkung von Nachhaltigkeit und Servicequalität.

Für Generaldirektor Berretta zeigt die Bilanz 2025 eine effiziente Unternehmensführung mit dem Ziel, auch künftig ein nachhaltiges Wachstum zu sichern – trotz anhaltender internationaler Unsicherheiten.

Bürgermeister Andreas Jungmann und der Stadtrat sprachen dem Präsidenten Amort, dem Vizepräsidenten Tonon, den Mitgliedern des Verwaltungsrates, dem Generaldirektor Berretta, dem Vizegeneraldirektor Ritsch sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihren Dank für die gute Zusammenarbeit und das engagierte Wirken im Dienste der Bürgerinnen und Bürger von Brixen sowie der umliegenden Gemeinden aus.

Inhouse-Vergabe der Tennisanlage in der Sportzone Milland

Bereits im März hatte der Gemeinderat die Vergabe der Planung und Umsetzung der neuen Tennisanlage in der Sportzone Brixen Süd an die Stadtwerke Brixen AG grundsätzlich befürwortet. Die Gesellschaft wurde damals mit der Ausarbeitung der Leitlinien, des Projekts und des Geschäftsplans beauftragt.

Die nun vorgelegten Unterlagen wurden geprüft und einstimmig genehmigt.

Das Projekt umfasst die Errichtung in der Sportzone Milland – Sport- und Freizeitpark Brixen Süd, einer modernen Tennisanlage mit vier Indoor‑ und vier Outdoor‑Tennisplätze sowie zwei outddor und ein indoor Padelplatz. Darüber hinaus umfasst die Anlage eine multifunktions- Turnhalle, Serviceräume wie Büros und Umkleiden, einen Kiosk bzw. Barbetrieb sowie überdachte Parkplätze für die öffentliche Nutzung.

Das Investitionsvolumen beträgt rund 34 Millionen Euro und wird durch Landesbeiträge sowie Mittel der Gemeinde finanziert.

Die Stadtwerke Brixen AG übernehmen die Ausführung und Koordinierung der Bauarbeiten sowie den Betrieb der Anlage für die Dauer von 20 Jahren.

Die Entscheidung für das Inhouse-Modell basiert auf Effizienz- und Wirtschaftlichkeitsgründen. Dieses Modell ermöglicht kürzere Verfahren, geringeren Verwaltungsaufwand und eine hohe Servicequalität. Eine wichtige Rolle spielte auch die Erfahrung der Stadtwerke im Betrieb von Sportanlagen sowie ihre vollständige öffentliche Eigentümerstruktur unter Kontrolle der Gemeinden.

Vermögensangelegenheiten

Zum Abschluss der Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Verkauf kleinerer Grundstücksflächen: veräußert werden 20 m² in der Katastralgemeinde Brixen sowie 2 m² in Pfeffersberg, welche ein Baurecht von 1 m³/m² mit sich bringen.

Die Flächen werden vom angrenzenden Grundeigentümer erworben, um die Eigentumsverhältnisse an die tatsächlichen Nutzungen anzupassen. Der entsprechende Beschluss wurde einstimmig genehmigt.

Bearbeitet von

Amt für Verwaltungsorgane

Das Amt organisiert Repräsentationsaufgaben und ist zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Presseangelegenheiten.

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 29.05.2026 10:13

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