Beschreibung
Strategischer „Grünraumplan“ schafft Struktur, Klarheit und Qualität in Planung und Umsetzung
Brixen setzt einen wichtigen Schritt für die nachhaltige Entwicklung ihrer öffentlichen Grün- und Freiräume. Der Stadtrat hat kürzlich beschlossen, die Ingena GmbH, Ingenieurgesellschaft aus Bozen, mit der Ausarbeitung eines umfassenden Grünraumplans für die Gemeinde zu beauftragen.
Zur fachlichen Begleitung wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich aus politischen Vertretern und technischen Fachkräften zusammensetzt. Ziel ist die Erarbeitung eines klar strukturierten und fundierten Orientierungsrahmens, der zukünftige Projekte gezielt steuert und effizienter umsetzbar macht. Der Grünraumplan fungiert dabei als strategisches Instrument zur Umsetzung der Ziele des Gemeindlichen Entwicklungsprogramms für Raum und Landschaft und trägt wesentlich zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei.
Im Zentrum steht ein ganzheitlicher Planungsansatz: Der Grünraumplan erfasst den aktuellen Bestand, bündelt bestehende sowie geplante Maßnahmen und definiert konkrete Handlungsschwerpunkte für die kommenden Jahre – von Pflege und Instandhaltung bis hin zu strategischen Investitionen.
Umweltstadtrat Peter Natter betont: „Wir brauchen einen realistischen und praxisnahen Überblick: Was ist vorhanden, wo besteht Handlungsbedarf und wie setzen wir unsere Ressourcen sinnvoll ein.“
Ein wesentliches Ziel besteht darin, bestehende Grünflächen besser zu vernetzen, Prioritäten nachvollziehbar festzulegen und Projekte frühzeitig aufeinander abzustimmen. Gleichzeitig wird der Grünraumplan eng mit zentralen Themen wie Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaanpassung verzahnt. Dadurch entsteht eine belastbare Grundlage für politische Entscheidungen, Förderansuchen und konkrete Umsetzungen.
„In den kommenden Jahren stehen wichtige Investitionen an. Ohne klare Linie riskieren wir isolierte Einzelmaßnahmen und ungenutzte Potenziale“, so Natter. „Der Grünraumplan gibt uns ein Werkzeug in die Hand, um Schritt für Schritt gezielt und nachvollziehbar vorzugehen – abgestimmt auf die Bedürfnisse unserer Stadt.“
Ein weiterer Fokus liegt auf der Festlegung klarer Zuständigkeiten und einheitlicher Leitlinien, etwa in den Bereichen Pflege, Pflanzenwahl und Entsiegelung. Ziel ist es, Abläufe zu vereinfachen, Synergien zu nutzen und die langfristige Planbarkeit von Maßnahmen und Kosten zu verbessern.
„Für mich bedeutet Innovation nicht ein Schlagwort, sondern strukturiertes Vorgehen“, unterstreicht Natter abschließend. „Wenn wir heute sauber planen, schaffen wir die Voraussetzung, morgen schneller, gezielter und effizient zu entscheiden.“