Erweiterung der Millander Au: Ein Naturjuwel für Brixen wächst weiter

Die Erweiterung der Millander Au ist das Ergebnis eines intensiven Abwägungsprozesses zwischen Gemeinde Brixen, Grundeigentümern und lokalen Umweltorganisationen.
Veröffentlichungsdatum:

08.04.2026

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Im Bild: Der Stadtrat gemeinsam mit Landesrat Peter Brunner, Ressortdirektor Alexander Gruber sowie VertreterInnen der Vereine Hyla-Umweltgruppen, und Andreas Schroffengger von den Stadtwerken.
© Gemeinde Brixen - Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

Beschreibung

Die Erweiterung der Millander Au ist das Ergebnis eines intensiven Abwägungsprozesses zwischen Gemeinde Brixen, Grundeigentümern und lokalen Umweltorganisationen. Für die kommenden Jahre sollen auf einer Fläche von über 1,7 Hektar neue hochwertige Lebensräume geschaffen werden, die insbesondere seltenen Tierarten und Zugvögeln zugutekommen und langfristig die ökologische Funktion des Gebietes stärken. Damit wächst das Biotop Millander Au auf eine Gesamtfläche von 6,2 Hektar an.

Letzte Woche haben der Stadtrat der Gemeinde Brixen gemeinsam mit Landesrat Peter Brunner und Ressortdirektor Alexander Gruber, Vertreter der Stadtwerke Brixen und Vertreter der Umweltvereine einen Lokalaugenschein in der Millander Au durchgeführt.

Konkreter Anlass des Besuchs ist die ökologische Aufwertung zweier südlich angrenzender Parzellen, die in diesem Jahr von der Stiftung Landschaft Südtirol unter der Federführung von Hans-Peter Staffler, Hugo Wassermann und Florian Gasser angekauft wurden. Der Ankauf wurde zum Teil durch öffentliche Gelder ermöglicht, während der restliche Betrag durch das Engagement von Hugo Wassermann sowie den Vereinen Gruppe Auraum, Eisacktal Hyla und von der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz-Südtirol (kurz AVK) privaten Sponsoren gesammelt wurde.

Bereits in den vergangenen Wochen wurden die Flächen gezielt ökologisch aufgewertet. Beispielsweise konnten durch das gezielte Einbringen von Wasser neue Lebensräume für zahlreiche Tierarten geschaffen werden. Beim Lokalaugenschein informierten sich Landesrat Peter Brunner, Ressortdirektor Alexander Gruber, Bürgermeister Andreas Jungmann und die Stadträte ausführlich über die bereits umgesetzten Maßnahmen und mögliche weitere Schritte.

Bürgermeister Andreas Jungmann zeigt sich sehr erfreut über die Entwicklung: „Hier entsteht ein echtes Naturjuwel in Brixen. Das ist gelebte Nachhaltigkeit für Tiere und Umwelt. Unser Dank gilt Hugo Wassermann und seinem Team – dieses wertvolle Ehrenamt schafft Zukunftsräume. Es ist ein beeindruckendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement im Dienste der Natur“.

Auch Landesrat Brunner betont die Bedeutung des Projekts und weist darauf hin, dass das Land Südtirol Initiativen dieser Art ausdrücklich unterstützt. Die Landesregierung habe beschlossen, künftig gezielt Mittel bereitzustellen, um Renaturierungsflächen in ganz Südtirol anzukaufen und aufzuwerten. „Damit schaffen wir einen ökologischen Mehrwert und wichtige Refugien für die Artenvielfalt“, so Brunner.

Sobald die Flächen vom Grundeigentümer Progress Holding AG an die Gemeinde Brixen übertragen sind, soll eine weitere umfassende Aufwertung folgen. Dafür stehen 900.000 Euro an Umweltgeldern bereit. Hugo Wassermann präsentierte beim Lokalaugenschein erste Vorschläge für den nächsten Projektabschnitt. Vorgesehen ist eine Gestaltung, die die Natur schützt und sie zugleich für die Bevölkerung behutsam erlebbar macht. Drei unterschiedliche Beobachtungspunkte ermöglichen es, Tiere und Lebensräume aus angemessener Distanz zu beobachten, ohne sie zu stören. So entsteht ein Ort, an dem Familien, Schulklassen und Naturinteressierte wertvolle Einblicke in ökologische Zusammenhänge gewinnen können. Die Millander Au wird damit auch zu einem wichtigen Lern- und Beobachtungsraum, der Wissen vermittelt und das Bewusstsein für den Schutz sensibler Lebensräume stärkt.

Umweltstadtrat Peter Natter unterstreicht die Bedeutung eines solchen Zugangs: „Es ist uns wichtig, dass Natur sichtbar und erlebbar wird. Familien und Kinder sollen beobachten, staunen, Vogelarten entdecken können. So entsteht ein Bewusstsein für Umwelt und wertvolle Naturräume.“

Ein weiterer ökologischer Mehrwert der Au besteht darin, dass sie bei Schlechtwetterlagen am Alpenhauptkamm durchziehenden Vogelarten wichtige Ruhe- und Nahrungsräume bietet.

Außerdem übernimmt die erweiterte Biotopfläche neben den ökologischen Verbesserungen künftig auch eine wichtige Funktion für den Zivilschutz: Nach Abschluss der Hochwasserschutzmaßnahmen im Altstadtbereich dient sie als zusätzliche Retentionsfläche und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur.

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Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 09.04.2026 14:27

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