Beschreibung
Ziel des Abends war es, einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Herausforderungen im Wohnbereich zu geben sowie die vielfältigen Maßnahmen der Gemeinde für leistbaren und bedarfsgerechten Wohnraum aufzuzeigen.
Ausgehend vom Gemeindeentwicklungsprogramm, das voraussichtlich noch innerhalb des Jahres von der Landesregierung genehmigt wird, erläuterte Bürgermeister Andreas Jungmann die zentralen Handlungsfelder der kommunalen Wohnungspolitik.
Die Mitglieder des Stadtrates zeigten auf, dass Wohnen weit mehr ist als die Frage nach neuen Wohnungen oder Wohnbauzonen. Im Mittelpunkt standen verschiedene Aspekte, die die Lebensqualität in einer Stadt prägen. Stadtrat Thomas Schraffl stellte den aktuellen Projektstand zur Südspange vor, ebenso die Neugestaltung der Trattengasse und die Umgestaltung der Cesare-Battisti-Straße. Stadträtin Sara Dekaum präsentierte das Projekt habitable zur Vermittlung von Leerständen, das dazu beitragen soll, bestehende Wohnflächen wieder dem Wohnungsmarkt zuzuführen. Peter Natter thematisierte die Energieüberwachung, den Hochwasserschutz, den geplanten Grünraumplan und die kontinuierlichen Kinderspielplatzerneuerungen. Vizebürgermeister Ferdinando Stablum und Sozialstadträtin Bettina Kerer widmeten sich unter anderem den Wohn- und Unterstützungsangeboten für ältere Menschen in Brixen. Die Präsentation der aktuellen und künftigen Wohnbauzonen durch Stadträtin Monika Leitner bildete den Abschluss des ersten Veranstaltungsteils.
Den zweiten Teil des Abends eröffnete Landesrat Peter Brunner. Im Mittelpunkt seines Beitrags standen die Wohnreform des Landes sowie die verstärkte Nutzung des bestehenden Gebäudebestandes. Dabei stellte er aktuelle Entwicklungen und geplante Maßnahmen vor, die dazu beitragen sollen, zusätzlichen Wohnraum ohne weiteren Bodenverbrauch zu schaffen. Der Landesrat informierte über die Wiedereinführung der Regelungen für Wintergärten und über die geplante Verlängerung des Energiebonus bis Ende 2029, die sich derzeit in Ausarbeitung befindet.
Im Anschluss wurden zwei neue Wohnformen vorgestellt, die auf Grundlage der Wohnreform erstmals umgesetzt werden können. Die Stadtgemeinde Brixen zählt dabei zu den ersten Gemeinden Südtirols, die diese neuen gesetzlichen Möglichkeiten aufgreifen und bereits konkrete Projekte auf den Weg gebracht haben.
Leo Resch präsentierte Fakten und Grundrisse des Projekts Burgfrieden in der Erweiterungszone D’Andrea. Er ist Präsident der Stiftung Wohnen Südtirol. Das Projekt sieht 30 bereits möblierte Zwei- und Dreizimmer-Mietwohnungen vor. Ergänzt wird das Angebot durch einen Gemeinschaftsraum, Fahrradboxen sowie zwei Carsharing-Fahrzeuge. Der Baubeginn ist für den Sommer 2027 vorgesehen. Mindestens 50 Prozent der Wohnungen sind Menschen in systemrelevanten Berufen vorbehalten.
Bürgermeister Andreas Jungmann stellte anschließend das Modell des Wohnens mit Preisbindung am Beispiel des Projekts „Unterhuber“ in Albeins vor. Katrin Feichter von der Raiffeisenkasse Eisacktal griff dieses Beispiel auf, um mögliche Finanzierungsmodelle sowie die verschiedenen Fördermöglichkeiten praxisnah zu erläutern.
Die Informationsveranstaltung hat gezeigt, wie vielfältig die Herausforderungen im Bereich Wohnen sind. Gleichzeitig hat sie aber auch deutlich gemacht, wie viele Projekte und Initiativen derzeit auf den Weg gebracht werden.
“Unser Ziel ist es, bestehende Potenziale zu nutzen, neue Möglichkeiten zu eröffnen und die Rahmenbedingungen für gutes Wohnen in Brixen kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betonte Bürgermeister Andreas Jungmann abschließend.